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Frühlingsfest der HOG Sackelhausen am 18.April 2010

Endlich Frühling! Zumindest am Sonntag dem 18. April hielt dieser Einzug, sowohl in die Natur wie auch in die Herzen der Gäste in der Festhalle in Reutlingen-Altenburg, und bescherte mit angenehmen Temperaturen und wärmenden Sonnenstrahlen den Besuchern Genuss und Freude. Mit fröhlichen Melodien eröffnete die Original Donauschwäbische Blaskapelle Reutlingen unter der Leitung von Johann Frühwald das Programm.

Warum Musikanten stets gut gelaunt sind, lässt sich sehr gut erklären, denn, nichts ist für das Gehirn so gut wie Musikzieren, Musik ist ein Supertraining für den Denkmuskel. Wer Musik macht, bewegt sich, beansprucht also die Motorik. Er aktiviert das Hörsystem und über das Notenlesen das Sehen. Die Bedienung des Instruments reizt den Tastsinn, und das Ergebnis all dessen, die Musik, spricht die tief im Gehirn liegenden Regionen der Gefühle an. Auch die Hormone spielen da mit. Es gibt keine Tätigkeit, bei der so viele Dinge gleichzeitig auf das Gehirn einströmen.

Die Erziehung zur Musik ist von höchster Wichtigkeit, weil Rhythmus und Harmonie machtvoll in das Innerste der Seele dringen.

Leuchtendes Gelb, ein sattes Grün, eine fabelhafte Mischung schöner Dinge, die Seele belebender Dinge, eine Verbindung zwischen Malerei, Musik und Schauspiel bot sich auf der Bühne den zahlreichen gut gelaunten Gästen. Die perfekte Kulisse, für eine von Edeltraud Willjung und Elke Wagner-Messmer vorbereitete Geschichte mit der fleißigen Kindergruppe.

Die Geschichte einer Raupe, die aus einem winzigen Ei schlüpft und sich eine Woche lang durch viele Lebensmittel frisst. Am Ende der Woche ist sie dick und rund, verpuppt sich und wird zu einem wunderschönen Schmetterling. Die Geschichte der kleinen Raupe Nimmersatt beginnt mit einem Ei, aus dem eine Raupe schlüpft, die alles Mögliche frisst, um größer zu werden. Am Montag fraß sie sich durch einen roten Apfel, am Dienstag fraß sie sich durch zwei grüne Birnen, am Mittwoch fraß sie sich durch drei lila Pflaumen usw. Sie frisst immer mehr, bis es Sonnabend ist. Dann frisst sie alles durcheinander und fühlt sich ganz schlecht. Am Sonntagmorgen frisst sie nur ein grünes Blatt und da geht es ihr viel besser. Dann frisst sie nichts mehr, sondern verpuppt sich und wird ein wunderschöner Schmetterling, schön wie eine Blume und zart wie ein Frühlingslufthauch.

Ähnlich wie dem schönen Schmetterling, erging es der Rose von Jericho, deren Geschichte Frau Margaretha Mayer vortrug und zu neuem Leben erweckte.
Jedes Kind erhielt dieses kleine, scheinbar vertrocknete Knäuel und durfte es in einen Teller mit warmem Wasser legen.

Die Rose von Jericho stammt aus den Wüstengebieten Israels und Jordaniens. Ihr lateinischer Name lautet Selaginella lepydophylla. Da man sie beliebig oft zu neuem Leben erwecken kann, wird sie auch die Auferstehungspflanze genannt. Sie wurde zuerst von den Kreuzrittern und später von den Pilgern, die Wallfahrten in das Heilige Land unternahmen, nach Europa gebracht und als heilige Pflanze verehrt. Sie ist eine mystische Pflanze, die niemals stirbt. Schon in der Bibel ist sie erwähnt und die Jungfrau Maria soll sie auf der Flucht von Nazareth nach Ägypten gesegnet und ihr ewiges Leben verliehen haben. Vielleicht ist es auch nicht nur ein seltsamer Zufall, dass man sie in Ägypten "Kaff Maryam" (Handballen der Maria) nennt, und dass sie in Algerien unter dem Namen ,,Id Fatma Bint el Nabi" (Hand der Fatma, Tochter des Propheten) bekannt ist.

Bei Kaffee und selbstgebackenen, leckeren Kuchen bot sich in der Pause die Gelegenheit ein paar Schwätzchen zu halten.

Im zweiten Teil des Frühlingsfestes begeisterte der Banater Chor Reutlingen unter der Leitung von Hans Neu das aufmerksame Auditorium. Frühlingsgedichte wurden von Susanna Fuhry und Magdalena Michels vorgetragen.
Katharina Ortinau, die Vorsitzende der HOG Sackelhausen, konnte die Termine der zahlreichen Veranstaltungen für 2010 bekannt geben und die Besucher versuchen zu motivieren, den Zusammenhalt zu stärken und das Kulturgut der Banater Schwaben weiterhin zu pflegen.