Wappen

 

HOG  Sackelhausen - Weihnachtsfeier in Reutlingen-Altenburg

 

Am Sonntag, dem 7. Dezember, findet die traditionelle Weihnachtsfeier der Heimatortsgemeinschaft Sackelhausen in der Festhalle in Reutlingen-Altenburg statt.

Beginn der Feier 14.30 Uhr.

Der Vorstand der HOG lädt alle Landsleute, Freunde und Bekannte herzlich zu besinnlichen Stunden mit Gedichtvorträgen und bekannten Weihnachtsliedern ein.

Musikalisch umrahmt wird die Feier vom Banater Chor Reutlingen und der Original Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen unter der Leitung von Johann Frühwald.

Musikalische Beiträge sowie Gedicht-Vorträge von Kindern sind erwünscht; bitte anmelden bei A.Uitz 07121 / 320270.

In der Pause erwartet Sie eine köstliche Kuchentheke.

Der Vorstand

WEIHNACHTSFEIER DER HOG SACKELHAUSEN IN REUTLINGEN

„Alle Jahre wieder“ kommt nicht nur das Christkind. Seit Jahren lädt der Vorstand der HOG Sackelhausen zur Weihnachtsfeier in die weihnachtlich geschmückte Festhalle in Reutlingen-Altenburg ein, um auf die Feier des Weihnachtsfestes einzustimmen.
In diesem Jahr war es der 2. Advent, Advent eine Zeit der Besinnung, der Stille und des Wartens, eine Zeit voller Zauber und Geheimnisse.

Die Donauschwäbische Blaskapelle Reutlingen, unter der Leitung von Johann Frühwald, eröffnete mit bekannten Melodien die Feier.

Der Vorsitzende, Nikolaus Fuhry, begrüßte alle Gäste und Ehrengäste recht herzlich, darunter auch in diesem Jahr der Landtagsabgeordnete, Herr Dieter Hillebrand, seine Ehefrau, Stadträtin Frau Elisabeth Hillebrand  und die Reutlinger Stadträtin, Frau Gabriele Gaiser.

In seinem Grußwort bedankte sich Herr Hillebrand für die Einladung, erinnerte an den 5. Dezember als Tag des Ehrenamtes. Ehrenamtliche Tätigkeit sei keine Selbstverständlichkeit, doch es sei sehr wichtig, dass Menschen, Vereine sich ehrenamtlich engagieren. Auch die Flüchtlingssituation erwähnte Herr Hillebrand. „Millionen Menschen sind auf der Flucht. Es ist unsere Pflicht zu helfen“, so Hillebrand. „Die Stimmung im Land ist positiv. Es muss dafür gesorgt werden, dass dies auch so bleibt,“ so Hillebrand weiter, d.h. Hilfe nur für Hilfsbedürftige.

„Ein Tag, er kann kaum schöner sein, als im Advent bei Kerzenschein. Der Adventskranz mit seinen Kerzen lässt Frieden strömen in unsere Herzen“, hieß es, bevor der Chor und die Bläser das erste Lied anstimmten „Tauet, Himmel, den Gerechten“.

Danach wurden viele bekannte Weihnachtslieder gesungen und schöne Weihnachtsgedichte oder –geschichten vorgetragen, wie „Vorweihnachtszeit“ vorgetragen von Magdalena Michels, „Advent“ von Susanna Fuhry, „Die Christrose“ von Lena Beck, „Der alte Weihnachtsmann“ von Margarethe Wischett, „Weihnachtswundertraum“ und „Die flackernde Kerze“ von Barbara Pohr.

Vor der Kaffeepause trug Frau Margarethe Mayer noch ihr Gedicht „Mei Altgroßi“ vor, ein Gedicht, dass bei den meisten im Saal Erinnerungen an die Altgroßi wachrief.

Danach sang der Chor noch das Lied „Glocken der Heimat“.
In der Pause war Gelegenheit sich an der Kuchentheke zu stärken. Außerdem konnte „Der Struwwelpeter“, in sacklaserisch von Hilde Lutz und Ilse Pohr, erworben werden.

Im zweiten Teil der Feier sang der Chor die Lieder, die in Sacklas an Heilig Abend und im Weihnachtshochamt in Sacklas gesungen wurden. „Heut ist die wunderbare Nacht da Christus uns geboren. Nun freut euch alle, singt und lacht, denn niemand ist verloren. Ihr ruhet in der Hand des Herrn. So macht euch keine Sorgen“ – hieß es in einem Gedicht.

Katharina Kammerer, ein neues Chormitglied, hatte sich das Gedicht “Weihnachtswunsch“ ausgesucht und wünschte damit „eine Weihnacht, wie sie früher war… da war so wenig so viel mehr.“

Johann Frühwald, als Leiter der Blaskapelle und des Chors, wünschte allen ein frohes Fest und viel Glück im neuen Jahr.

Der Vorstand der HOG bedankte sich bei allen Gästen, beim Chor und der Blaskapelle, unter der Leitung von Johann Frühwald, bei allen Kuchenspenderinnen, bei allen Helferinnen und Helfern, die für die schön geschmückte Halle und das leibliche Wohl sorgten, wünschte allen im Saal und den Daheimgebliebenen ein gesegnetes Weihnachtsfest und Gesundheit, Glück, Zufriedenheit im neuen Jahr.

Bevor das letzte Lied „Erfreut euch ihr Christen“ angestimmt wurde, gab der Vorstand noch die Termine für 2015 bekannt:

17.Mai – Maiandacht,

19.September – Kirchweihfest und

13.Dezember – Weihnachtsfeier.

A.U.

Mei Altgroßi - Einleitung

Es senn genau 70 Johr (1944 bis heit),dass mr als Großfamilie – 11 Pärsone
bis 1951 onnr ääm Dach gewohnt hann.
Drvonn 9 Monat enn Estereich,
die annr Zeit enn dr Wallachsch Gass 429 bei onns.
Dass mr onser zwaa Großire ausnanner halle kenne, hann mir „Altgroßi“ onn
„Jong – Großi“ gsaat.
Die „Altgroßi“ woor damools 69 - die „Jong-Großi“ 50 Johr alt.
Die zwaa  woore Moddr onn Tochter – awr alle zwaa woore se Großi.
Die „Altgroßi“ woor emmr drhääm
„‘s Haus es ä Hietr wärt“, woor ehr Spruch.
Sie hat viel Stonne am Tach off’m Schemelche gsetzt –
Onn ehr Henn hann hunnerte Metre Lischezepp gflecht.
Die hat dr Veddr Matz nr abkaaft onn noo weidrverkaaft.
Die“ Altgroßi“ hat off’s Kathi onn off mich owacht genn.
Sie hat arich gääre vrzehlt. Drvon hann mr ons villes gemärkt.
Manche Sätz hann ich als Gedicht gereimt.
Ein Weihnachtsgeschenk well ich jetz vorlese.

Mei Altgroßi
(Magdalena Bergauer verh. Mayer)

Wann’s drauß dusslich es genn,
zweschen Taach onn vor dr Nacht,
wann mr’s Ehl gspaart hat
onn noch kä Licht hat gemach.

Noo hann mir Mädcher  ons
zu dr Altgroßi plazeert –
off’s Schemelche, wo ons
kännr hat gsteert.

Schnell hann mr alles
omm ons romm vrgess –
de Owed net met dr
alt – Pendluhr gemess.

Wie ä Fraile hat die Altgroßi
zu vrzehle angfang:
Märche, Gschichte von friehrer Zeit
von damools wie se noch klään wor onn jong ehr Leit.

Mei Altgroßi hat oftmools gsaat –
Du bescht mei liewi Maad –
On zum Bu mei liewer Knecht
wann dr macht wie ich saan,
es ämm jede recht.

Noo hat se noch gsaat –
dass mr fleißich lehre solle,
was mr kann, kann ämm känner holle.
‘s es noch kä Gelehrter vom Himmel gfall –
Des gilt emmr onn forr ons all.

Die Buwe solle kä Spatzenester aushewe
enn de klääne Aijer es schon Lewe.
Die nackarsche Bleckertcher darf mr net schnärre.

Schwalme -  Moddr onn Vaddr
net aus’m Stall nausspärre.
Schwalmenester losst mr liewer enn Ruh,
Noo grischt a kä roodi Mellich von deiner Kuh.

Die Mäd solle net „buwenarrisch“ senn –
des fend oftmools ka gudes Enn.
Sie solle net so oft enn de Spiegl schaue,
onn net pfeife –
des kann die Moddrgottes garnet leide.

Mei Altgroßi hat ab onn zu gsaat:
Von dr donkl Brotskorscht
Gritt mr roode Backe.
Oweds schloft’s Brot schonn –
Mr därf’s nimmi wackrich mache.

Mr soll ämm beese Hund
ä gudes Steck Brot hinwärfe –
de beese Leit ä (gudes) freindliches Wort gonne,
des kann nix vrdärwe.
So hat mei Altgroßi gsaat
mol hart, ach ganz staat.

Mr soll emm hellichtiche Tag
net die Aue ausbrenne.
mr soll’s Licht ausbloose
onn so weidrspenne.

Wichtige Entscheidongen soll mr niddrschreiwe
wann mr spädr äänich
onn zufridde well bleiwe.
Traurig onn met Träne enn die Aue.
Wannert dr vleicht auf Amerika aus
Vergesst net eihjer Elternhaus.
Onser Moddrsproch wärd eich
noo erennre –
Wär dr seid.
„Banatr Kenner!“

Mei Altgroßi hat mr ä Auftrach genn.
Sie hat zu mir gsaat:
Du mei liewi Maad,
sollscht des alles deine
Kenndskenner weidrsaan!
Onn jetz senn ich schonn dran.
Ich wär meiner Altgroßi ehr
Wunsch doch net abschlaan.


Gedichtet und niedergeschrieben von Margarethe Mayer (Glatt)
Sackelhausen / Pfullingen