Wappen

Maiandacht in Reutlingen

Der Vorstand der Heimatortsgemeinschaft Sackelhausen organisiert mit der Heilig Geist Kirchengemeinde eine feierliche Maiandacht, zu welcher alle Banater Schwaben und Marienverehrer herzlichst eingeladen sind.

Die Maiandacht wird von Pfarrer Udo Hermann zelebriert und musikalisch umrahmt vom Banater Chor Reutlingen und vier Bläsern der Original Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen unter der Leitung von Johann Frühwald.

Es werden die bekannten Marienlieder aus der alten Heimat angestimmt, die jeder mitsingen kann.

Die Maiandacht findet am Sonntag, 17. Mai, um 18.00 Uhr in der Heilig Geist Kirche, Alteburgstr. 45, in 72762 Reutlingen statt.

Der Vorstand

Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen, o segne ihn mit holdem Sinn und uns zu deinen Füßen, o segne ihn mit holdem Sinn und uns zu deinen Füßen.

Maria, Jungfrau auserwählt, gesegnetste der Frauen, durch dich kam Gottes Sohn zur Welt, auf deine Hilf‘ wir bauen, durch dich kam Gottes Sohn zur Welt, auf deine Hilf‘ wir bauen.

Dir, Mutter, sind wir anvertraut durch Jesu Wort im Leiden. Zeig allen, die dein Bild geschaut, den Trost der ew’gen Freuden, zeig allen, die dein Bild geschaut, den Trost der ew’gen Freuden.

Maria, unsre Königin, Du Magd des Herrn hinieden. Wir tragen Leid und Not dir hin, erbitt uns Gottes Frieden, wir tragen Leid und Not dir hin, erbitt uns Gottes Frieden.

Marienlied

MAIANDACHT

Feierliche Maiandacht in der Heilig Geist Kirche in Reutlingen

Der 17. Mai war ein herrlicher Frühlingstag und noch mehr Marienverehrer als sonst waren der Einladung zu einer feierlichen Maiandacht der Heimatortsgemeinschaft Sackelhausen und der Heilig Geist Kirchengemeinde gefolgt.

Um 18 Uhr stimmten die vier Bläser der Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen das Eingangslied „Jungfrau Mutter, himmlisch Schöne“ an und sowohl der Banater Chor Reutlingen als auch die Marienverehrer sangen mit.

Pfarrer Udo Hermann begrüßte alle Anwesenden, die gekommen waren eine Maiandacht mit Liedern und Klängen aus der alten Heimat zu feiern. Pfarrer Hermann betonte „wir alle wünschen uns Heimat, also einen Ort der Geborgenheit, einen Raum, in dem wir spüren dürfen, dass wir zusammengehören. Einen solchen Raum zeigt uns die Marienfrömmigkeit seit Jahrhunderten im Bild des Schutzmantels der Gottesmutter. In diesem Raum dürfen wir uns hier und heute miteinander hineinstellen.“

Die Heilig Geist Kirche ist eine der wenigen Kirchen, die eine Schutzmantelmadonna besitzt. Diese Marienstatue wurde für die Mainandacht vor den Altar gestellt und von dem Mesner schön geschmückt.
Bekannte Marienlieder wurden angestimmt und von allen kräftig mitgesungen. Pfarrer Hermann zog mit seinen Gebeten und der Gottesmutterbetrachtung in seinen Bann.

Die Marienverehrer konnten die Gottesmutter mit einem breiten Mantel bekleidet betrachten. Unter diesem Mantel standen oder knieten Menschen, „unter diesem Mantel finden alle Platz, können sich geborgen fühlen. Wir stellen jetzt uns und alles, was uns bewegt, unter Schutz Mariens und beten und singen“ so Pfarrer Hermann.

Die 1. Strophe des Liedes „Maria, breit den Mantel aus“ wurde angestimmt. Pfarrer Hermann zündete eine Kerze vor der Marienstatue an.

Danach folgte eine Fürbitte, gesprochen von einem Ministranten.

„Dein Mantel bedeutet uns Menschlichkeit. Wir empfehlen dir daher alle Menschen, die uns nahe stehen, unsere Angehörigen und Freunde, unsere Bekannten, Nachbarn und Arbeitskollegen und alle Menschen, die uns täglich begegnen. Nimm unter deinen Mantel alle, die sich nach Geborgenheit sehnen, Kinder und Jugendliche, Frauen und Männer, Eltern und Großeltern, alle Menschen, die ihren Partner verloren haben und alle, denen die Nähe eines lieben Menschen fehlt.“

Die 2. Strophe wurde angestimmt, eine zweite Kerze angezündet und die Fürbitte gesprochen.
„Dein Mantel, Maria, vereint die Christen. Wir stellen unter deinen Schutz alle Konfessionen, alle Priester und Bischöfe, den Papst, alle anderen Patriarchen und Kirchenleitungen. Wir empfehlen dir alle, die in der Kirche ein Amt ausüben oder die in ihrer Gemeinde eine Aufgabe übernommen haben. Lass sie ihr Leben und Wirken als Dienst am Glauben und an der Einheit aller verstehen. Hilf uns, alle Vorurteile und Lieblosigkeiten, die unter Christen herrschen, zu überwinden. Halte deine schützende Hand über unseren Schwestern und Brüdern, die in islamischen Ländern an Leib und Leben bedroht sind. Schau auf unsere Gemeinden, dass sie anderen ein Vorbild an Einigkeit und Liebe sind.

Es folgte die 3. Strophe, eine dritte Kerze wurde angezündet und die Fürbitte gesprochen.  „Dein Mantel, Maria, führt die Menschen zusammen. Wir bitten für unsere Stadt, für unser Land und für alle Länder der Erde. In unsere Bitte schließen wir alle ein, die in der Politik eine besondere Verantwortung wahrnehmen, Bürgermeister und Gemeinderäte, Abgeordnete und Minister, die Kanzlerin und andere Staatsoberhäupter. Mach ihnen immer wieder bewusst, dass jede Politik die Menschen zueinander führen soll und dass die Grundlage für ein friedliches Miteinander Achtung und Wertschätzung des Anderen sind. Stärke die Einsicht, dass die Zukunft der Menschheit und unserer Erde in die Verantwortung aller gelegt ist.“

Die letzte Strophe wurde angestimmt, die vierte Kerze angezündet und die letzte Fürbitte gesprochen.
Unter deinem Mantel, Maria, fassen wir Mut und Vertrauen. So bitten wir jetzt um alles, was uns am Herzen liegt und für alles, was uns nicht leicht fällt, auszusprechen. Wir bitten besonders für alle Menschen, mit denen wir uns schwer tun und für jene, denen wir gern aus dem Weg gehen. Wir denken an alle, denen wir unser Gebet versprochen haben.“

Nach dem eucharistischen Segen und dem Lied  „Segne du Maria“ dankte Pfarrer Hermann allen, die gekommen waren, diese Maiandacht zu feiern, denn Gott habe uns Menschen Maria zur Fürsprecherin gegeben. Ihr Gebet bewahre uns vor allem Bösen und stärke uns im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe.

Das letzte Lied erklang: „Leise sinkt der Abend nieder.“ Zum Auszug spielten die Bläser noch „Großer Gott, wir loben dich“.

Die Marienverehrer verließen zufrieden die Kirche. Einige verweilten noch vor der  Marienstatue, betrachteten die Menschen unter ihrem Mantel, andere erzählten noch lange vor der Kirche. Alle, die gekommen waren, gingen gestärkt und zufrieden nach Hause, in der Hoffnung, dass es auch im nächsten Jahr eine solche Maiandacht geben wird.

Wir möchten uns bei Pfarrer Dangel bedanken, der uns immer eine Maiandacht in der Heilig Geist Kirche feiern lässt, Herrn Pfarrer Hermann für die feierliche Gestaltung dieser Maiandacht, die bei allen Anwesenden unvergessen bleiben wird, den Ministranten, den vier Bläsern der Original Donauschwäbischen
Blaskapelle Reutlingen und dem Banater Chor Reutlingen unter der Leitung von Johann Frühwald und allen, die gekommen waren, diese Maiandacht zu feiern.

Anni Uitz