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Vorbereitungen zum Frühlingsfest

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Frühlingsfest und Muttertag

Flötengrüße und Kindergedichte

Frühlingsfest der HOG Sackelhausen am 10.Mai 2009

Zwar sind die schmucken Trachten und prächtigen Hüte dem Kirchweihfest im Herbst vorbehalten, doch dürfen Musik und heimatliche Lieder bei keiner Feier der Banater Schwaben fehlen. „Sie sind klangvolle Begleiter vieler Erinnerungen. Sie versetzen uns zurück in die Kindheit und Jugend. Sie erinnern uns an Freude und Schmerz“, sagte die Vorsitzende der HOG Sackelhausen, Katharina Ortinau, beim Auftakt des Frühlings- und Muttertagsfestes, das die Aussiedler in der voll besetzen Altenburger Festhalle begingen (so berichtete der Reutlinger General-Anzeiger).

An der Banater Singgruppe Reutlingen, Leitung Hans Neu und der Original Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen, Leitung Johann Frühwald und dem Blechbläserquartett Niki Loris, Reinhold Lauer, Valentin Kuhn und Richard Lauer lag es, dies Versprechen bezüglich der Musik einzulösen.

Warum macht Musik so glücklich oder traurig, berührt uns tiefer als Worte?

Die ersten Klänge, die wir hören, sind der Herzschlag der Mutter. Auch als Erwachsene beruhigt uns Musik, die den gleichen Grundbeat hat wie ein Herz: Adagio- Sätze mit 60 bis 70 Schlägen pro Minute, die berühmten langsamen Sätze der Barockmusik.

Musik geht durch die Haut der Mutter und, sobald man raus ist aus ihrem Bauch, in den eigenen. Medizinisch korrekt geht Musik unter die Hirnrinde, sie nimmt den direkten Weg in die Emozionszentren, nicht den Umweg über den Verstand. Kommt beides zusammen, wirkt Musik auf der Haut, es prickelt, plötzlich ist sie da, die „Gänsehaut“. Gänsehaut sind Glücksmomente, durch das gemeinsamen Spielen und Hören von Musik vertreiben wir Gefühle der Einsamkeit oder der Trauer.

Die Kindergruppe unter der Leitung von Elke Wagner- Messmer, Anni Uitz und Hilde Messmer versetzten für ein paar Stunden, mit ihrem liebevoll vorbereiteten Programm, das Auditorium in solche Glücksmomente. Mit einer Vielfalt von Darbietungen sorgten sie für ein besinnliches, vergnügliches Fest. Frühlingshafte

Flötengrüße durften dabei ebenso wenig fehlen wie rockige Tanzeinlagen, Muttertagsgedichte und Loblieder auf die Oma.

Staatssekretär Dieter Hillebrand brachte in seinem Grußwort seine Verbundenheit mit den Banater Schwaben, insbesondere den Sackelhausener zum Ausdruck.

Dass Singen im Chor am schönsten ist, lässt sich leicht erläutern:

Junge dürfen im Chor alt werden

Alte, werden durch Gesang wieder jung

Eitle können sich in die erste Reihe stellen

Bescheidene stehen in der letzten Reihe

Hervorragende erhalten Solopartien

Nörgler dürfen über Dissonanzen meckern

Egoisten erhalten eigen Noten

Geltungsbedürftige dürfen lauter singen

Ausdauernde singen in mehreren Chören

Fürsorgliche verteilen Hustenbonbons

Schreihälse werden behutsam gedämpft

Singles bleiben nicht lange allein

Eheleute begegnen sich bei der Probe

Für Morgenmuffel sind die Proben abends

Große kommen leichter ans hohe C

Kleine kommen leichter ans tiefe A

Faule dürfen im Sitzen singen

Eifrige können zu Hause weiterüben

Reiselustige dürfen Chorreisen planen!

Auch in unserem Chor ist das so, für jeden Fall haben wir Beispiele!

Dass Junge im Chor alt werden dürfen, und Alte durch Gesang jung bleiben, das können Susanna Götz und Johann Hummel bezeugen.

Schon in der alten Heimat, in Sackelhausen, waren beide im Gesangverein und haben im Kirchenchor mitgewirkt. 1980 waren beide Gründungsmitglieder des damaligen Sackelhausener Heimatchores. Bei Frühlingsfesten, Wallfahrten, Kirchweihfesten und Weihnachtsfeiern waren sie stets dabei. Auch dem Sackelhausener Beerdigungschor gehören beide immer noch an, Veddr Hans gibt dort immer noch den Ton an.

Ein gutes Beispiel, warum Musik so glücklich oder traurig macht, uns an Zurückliegendes, an Näheres, an Fernabliegendes erinnert, an Momente, an Dauer, an Geschehnisse.
Uns in Freud und Schmerz verbindet.

Bezahlen kann man diesen langjährigen, enormen ehrenamtlichen Einsatz nicht, wir können aber das schönste Wort der Welt ihnen sagen:

DANKE! Mit einer Urkunde und einem kleinen Präsent wünschen wir den beiden weiterhin alles Gute und vor allem Gesundheit.

Ein Lied, für welches unser Chordirigent Hans Neu den Satz geschrieben hat, soll aussagen, was im Leben wirklich zählt: Wahre Freundschaft.

Die Freundschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl ermöglichen es, solche Feste zu feiern. Danke allen Kindern, Eltern, Chormitgliedern, Musikanten, Helfern für den geleisteten Einsatz.

 ok