Wappen

Kulturreise nach Salzburg am 23. und 24. Mai

Dreifaltigkeitskirche erbaut 1694-1702, Auftraggeber: Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun

Ankunft
Fam. Bartl, Fett Franz und Mathias Wanko empfangen die Gäste
…mit Mozartkugeln und O-Saft

Aussichten vom Hotelzimmer
Stadtführungen in Salzburg
herrliches Salzburg!
Parkanlagen
Stadtführungen
Blick zur Burg
Gruppe 3!
Salzach
St. Peters Kirche
Altarräume
ein Himmel auf Erden!
Orgel
Michael Haydn wurde in dem Taufbecken getauft
Grabstätte Michael Haydns
Grabstätte
wer steht auf der Mozartkugel?
himmelblau!
Gottesdienst mit Pfarrer Josef Eder
Banater Chor Reutlingen
mit Blechbläserquartett
Tanzabend
mit der Original Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen
tanzen oder erzählen?
so schön ist Blasmusik!
Kapellmeister Johann Frühwald
Valentin und Hans
die Stimmung steigt
Richard und Hans
…ein hübsches Paar!
Zellelpolka
so schön ist Freundschaft!
Gespräche…
Gespräche und zuschauen
er hat das Sagen!
Veddr Franz, Kathi und Veddr Kloos
Platzkonzert im Kirchengarten
gelebte Gemeinschaft
zusammenstehen, zusammenhalten
Bischof und Pfarrer Eder
Salzburger Landschaften
so ein schöner Tag


noch Kartoffelsalat
Heimatvitrinen
hmmmm….alles selber gebackene Kuchen
schwäbische Trachten
die schönste, ist die Sacklaser Tracht!
Grußworte, Herzlichkeit und Dank
Geschenke verteilen
dem Donauschwabenhaus geschenkt
von Mathias Bartl
Das Kirchenlied der Donauschwaben, von Dr. Franz Metz
Sackelhausener Heimatblatt 2009
und ein neues Mitglied in der Landsmannschaft der Banater Schwaben

Salzburg…Mozartkugeln…Kulturreise der HOG Sackelhausen

Denkt man an Salzburg, die viertgrößte Stadt Österreichs, denkt man sofort an Mozart, die Festspiele und die barocken Häuser. Man denkt an die leckeren Mozartkugeln, Salzburger Nockerl, die nostalgischen Traditionsgeschäfte, die Altstadt von Salzburg die zum Unesco-Welterbe gehört und man denkt an die herrliche Landschaft um Salzburg herum.

Man denkt an gute Freunde, an Landsleute für die Salzburg und Umgebung die zweite Heimat geworden ist. Ein Versprechen, gute Freunde zu besuchen und alte Bekanntschaften neu aufleben zu lassen, all dies waren gute Gründe für den Vorstand der HOG Sackelhausen eine Reise nach Salzburg zu organisieren. Als kleines Dankeschön für die aktiven Sänger und Musikanten, die permanenten Akteure aller landsmannschaftlichen Veranstaltungen, starteten am 23. Mai 2009 zwei Busse von Reutlingen in Richtung Salzburg.

Auch eine Taufe war geplant und fand anlässlich dieser Reise statt: die Banater Singgruppe Reutlingen wurde auf den Namen „Banater Chor Reutlingen“ umbenannt.

In Wals, vor den Toren der Festspielstadt Salzburg, fast im Herzen der Mozartstadt und doch im Grünen mit freiem Blick auf die schöne Bergwelt von Salzburg, befindet sich der Laschenskyhof, die gemütlichen Stüberl mit Wintergarten und der sonnige Gastgarten luden zum Verweilen und Genießen ein. Für diese wunderbare Unterkunft hatte Familie Bartl gesorgt, schon am Ortsrand warteten sie gemeinsam mit Franz Fett und Mathias Wanko, der jede Dame gleich mit einer Mozartkugel willkommen hieß.

Zimmerbezug, Essen, miteinander reden und schon ging es mit beiden Bussen zur Altstadtbesichtigung. Der Dom, der erste Vorgängerbau des heutigen, den heiligen Rupert und Virgil geweihten Domes entstand bereits im 8.Jahrhundert auf Initiative des hl. Virgil. Gleichzeitig mit der Weihe im Jahr 774 wurden die Gebeine des hl. Rupert in den neuen Dom überführt. In den folgenden Jahrhunderten mehrfach nach Bränden wiederhergestellt, ungebaut und erweitert, begann nach der schweren Brandschatzung von 1167 unter Erzbischof Konrad III. (1177-1183) im Jahr 1181 der entscheidende spätromanische Neuaufbau zur fünfschiffigen Basilika von gewaltigen, dem Speyer Kaiserdom vergleichbaren Ausmaßen - sichtbares Zeichen der herausragenden Stellung der Salzburger Bischofskirche als Sitz des Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz (seit 798)

Nach dem Brand von 1598 und dem anschließenden Gewölbeeinsturz ließ Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1587 – 1612) den alten Dom rigoros schleifen und beauftragte den Palladioschüler Vincenzo Scamozzi mit der Planung eines vollständigen Neubaus. Das ehrgeizige, vom Repräsentationswillen des Auftraggebers geprägte Projekt kam nicht zur Ausführung; für ein weiteres, eingeschränktes Projekt, mit dessen Bau im Jahr 1612 begonnen wurde, bedeutete noch im gleichen Jahr der Sturz Wolf Dietrichs das Ende.

Erst unter dessen Nachfolger Markus Sittikus von Hohenems (1612-1619) konnte der jetzt zum Dombaumeister berufene, aus der Gegend von Lugano stammende Santino Solari seinen Entwurf realisieren. In mancher Hinsicht an Scamozzis Projekt anknüpfend, ist Solaris bestehender Dombau als bedeutende eigenschöpferische, stilistisch bereits in den Frühbarock vorstoßende Leistung zu bewerten. Der Grundsteinlegung im Jahr 1614 folgte bereits 1628 – mitten im Dreißigjährigen Krieg – die festliche Einweihung des Domes unter Erzbischof Paris Lodron (1619-1653), gleichsam als ein Triumph der Gegenreformation.

In der zweiten Jahrhunderthälfte wurden die Türme vollendet sowie Teile der Innenausstattung ergänzt. Im Verlauf des 19.Jahrhunderts mussten verschiedene Restaurierungsarbeiten durchgeführt werden. Schwere Schäden erlitt der Dom im Jahr 1944 durch eine Fliegerbombe, u.a. stürzte die Kuppel ein. Nach umfangreichen Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten sowie einigen modernen Ergänzungen der Ausstattung konnte der Dom im Jahr 1959 erneut seiner Bestimmung übergeben werden. 1961 erhielt er das bestehende Geläute, mit über 32 Tonnen Gesamtgewicht das größte im deutschen Sprachraum. 1987/88 Neubau der Hauptorgel, 1990/91 bzw. 1994 Errichtung der Vierungspfeiler- Orgeln, 1944-1998 umfassende Restaurierung des Äußeren.

Die Stiftskirche St. Peter, die Gründung des Klosters (bzw. die grundlegende Erneuerung einer bestehenden Mönchsgemeinschaft) und die Errichtung einer Peterskirche als Wiege des christlichen Salzburg und Ausgangspunkt der Missionierung Österreichs und Westungarns ist dem hl. Rupert zu verdanken, der 696 nach Salzburg kam. Bis ins Jahr 987 war der Abt von St. Peter gleichzeitig Salzburger Bischof. Nach dem Stadtbrand von 1127 veranlasste Abt Balderich den Neubau der romanischen Kirche (1130-1143), einer dreischiffigen, flachgedeckten Basilika, die im Kern noch die Architektur der heutigen Stiftskirche bestimmt. Frühbarocken Umgestaltungen im Verlauf des 17.Jahrhunderts-die bereits in romanischer und gotischer Zeit angelegten Stiftsgebäude erhielten ihre jetzige Grundgestalt, die Kirche wurde erstmals eingewölbt und überkuppelt -folgte unter Abt Beda Seeauer (1753-1785) die zweite durchgreifende Barockisierung der Stiftskirche, die neben baulichen Ergänzungen (Turm, Kuppel, Hauptschiffgewölbe) vor allem die Neugestaltung des Innenraumes umfasste.

Am 25. Oktober 1783 wurde hier Mozarts c-Moll-Messe erstmals aufgeführt.

Im Rupertusjahr 1996, erfolgte die Sanierung der Stiftskirche, des Petersfriedhofs sowie der Mariazeller und der Margarethenkapelle.

Die Kirche beherbergt zahlreiche Grabmähler und Epithapien, darunter das Reliquiengrab des hl. Rupert (Grabplatte mit Flachrelief, 1444), das Grabrelief seines Nachfolgers, des hl. Vitalis (bedeutendes Werk der spätgotischen Salzburger Grabplastik, 1497) sowie das klassizistische Epitaph für den Komponisten Michael Haydn (1821 errichtet).

Der Petersfriedhof, die älteste christliche Begräbnisstätte Salzburgs, erhielt seine heutige Form mit der umlaufenden Arkadenanlage in der ersten Hälfte des 17.Jahrhunderts.

Mozarts Geburtshaus und die Festspielhäuser, die Residenz und die Festung, die älteste Apotheke und das älteste Kaffeehaus, die kleinen aber feinen, mitunter schon seit Jahrhunderten angestammten Geschäften der Innenstadt, die alle nahe beieinander liegen, die Salzach und die Stadtberge dazu das herliche Wetter sorgten für reges Interesse bei den drei Gruppen.

Beeindruckt von dieser wunderschönen Stadt ging es wieder zum Hotel.

Die Abendmesse in der St. Vitalis Kirche wurde von dem Banater Chor Reutlingen und einem Blechbläserquartett musikalisch umrahmt.

Der gemütliche Teil des Tages sollte noch bevorstehen. Unsere „österreichischen Freunde“ hatten Verwandte und Freunde der Angereisten eingeladen, das Stüberl war zu klein, auch der Sommergarten war voll besetzt, eine freundschaftliche, herzliche Stimmung hatte sich breit gemacht. Bis Johann Frühwald seiner Original Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen den Ton angab, dass Tanzen die Kultur ist, welche die Seele am meisten bewegt, konnte man schnell sehen. Dem Tanz folgt die Erinnerung, es begegnen sich Erinnerung und Gegenwart im Dreivierteltakt.

Alle Musik Erfahrungen, die man in der Jugend und im frühen Erwachsenenalter erworben hat, bleiben lange abrufbar. Während das intellektuelle Gedächtnis verloren gehen kann, bleibt das emotionelle Gedächtnis unbeschädigt. Die Musik geht direkt ins Gefühl und ruft wach, was in den Köpfen noch da ist.

Und es waren viele Erinnerungen an schöne Zeiten die ausgetauscht werden konnten.

Nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen, ging es mit einem Platzkonzert der Original Donauschwäbischen Blaskapelle, Leitung Johann Frühwald, im Kirchengarten weiter. „Seit 30 Jahren haben wir so was nicht mehr gehört“…oder „das waren noch Zeiten“… Es war die Freude, anderen mit unserer Anwesenheit und unserem kulturellen Programm, ein Geschenk verteilt zu haben, das aller Herzen höher schlagen ließ.

Zum Mittagessen ging es dann ins Donauschwabenhaus, gleich einer Invasion muss wohl der Ansturm der vielen Hungrigen aus Sicht der Gastgeber ausgesehen haben. An dieser Stelle möchten wir den fleißigen Helfern in der Küche ein herzliches „Vergelt’s Gott“ Sagen!

Herzliche Grußworte und gegenseitiges Beschenken, Mathias Wanko überreichte die Chronik der Gemeinde Neubeschenowa, Franz Fett die Geschichte der Eichethofsiedlungsiedlung, Katharina Ortinau das Kirchenlied der Donauschwaben von Dr. Franz Metz, zeugten von herzlicher Freundschaft.

Ein Wiedersehen nach 45 Jahren- auch das sorgte für Emotionen, Josef Theiss aus Neubeschenowa, 1959 nach Österreich ausgewandert und Friedrich Michels aus Sackelhausen fanden sich wieder. Die Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit in der „Cilt“, von 1955-1957 ließ Augen strahlen und die Zeit des Aufenthaltes im Donauschwabenhaus viel zu schnell verstreichen.

Im Namen aller Mitreisenden ein herzliches Dankeschön an Fam. Bartl, Franz Fett und Mathias Wanko, allen Helfern für ihre Gastfreundschaft, Herzlichkeit und Freundschaft.

ok