Wappen

Sonntag, 30.August 2009

Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf in München

Im Rahmen des Frauendreissigers

MARIENLIEDER

UND

MESSE

der Donauschwaben

15.30 Uhr: Rosenkranz

16.00 Uhr: Marienfeier, Andacht mit Kreuzauflegung

17.00 Uhr: Stille Anbetung

17.30 Uhr: Rosenkranz

18.00 Uhr: Hl. Messe mit Segnung und Kreuzauflegung

Musikalische Umrahmung der Messe:

Kirchenchor & Banater Chor, München

Banater Chor Reutlingen / Leitung Hans Neu

Leitung, Orgel: Dr. Franz Metz

Banater Chor Reutlingen in München

Der Banater Chor Reutlingen wurde vom Banater Chor St. Pius München eingeladen, am 30. August in der Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf die Banater Gemeinschaftsmesse im Gottesdienst um 18.00 Uhr gemeinsam zu singen. Dieser Einladung wurde zugestimmt, doch sollte es nicht nur dabei bleiben.

Hedi und Hans Pless (Stellvertretender Vorsitzender der HOG Sackelhausen und Chorsprecher) hatten sich im Vorfeld Gedanken gemacht, was man in kurzer Zeit von dieser schönen Stadt München besichtigen kann.

Am 30. August startete ein Bus mit Chormitgliedern und treuen Anhänger des Chors Richtung München. Im Bus begrüßte Hans die Reisegesellschaft und erzählte kurz etwas über unser erstes Ziel, Schloss Nymphenburg, eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten am nördlichen Stadtrand Münchens. Leider musste sich unsere Vorsitzende Katharina Ortinau von uns verabschieden, da sie ihren Pflichten als Stellvert. Bundesvorsitzende nachkommen musste. Sie wünschte uns einen schönen Tag und den sollten wir haben. Zwei Schlossführerinnen standen für uns bereit. Jede nahm ihre Gruppe und versuchte dieser einiges über das Schloss und ihre Bewohner zu erzählen. Das schöne Barockschloss, einst Sommerresidenz der Wittelsbacher steht inmitten eines großen Parks. Schloss Nymphenburg war ein Geschenk des Kurfürsten Ferdinand Marias an seine Ehefrau zur Geburt des Thronfolgers. Der Thronfolger selbst ließ die Landvilla seiner Mutter durch symmetrische Anbauten zu dieser schönen Schlossanlage mit Gartenlandschaft und Parkburgen werden. Es wurde uns nicht zuviel versprochen. Als wir das Schloss betraten, waren wir überwältigt von dem, was wir bewundern konnten. Insbesondere waren dies der prächtige Steinerne Saal mit seiner riesigen Deckenfreske „Nymphen huldigen der Göttin Fora“, das chinesische Lackkabinett und die Schönheitsgalerie. Vom Hauptschloss ging es durch den Garten zum Jagdschlösschen Amalienburg. Schade, dass man das Holzhaus, das als einziges von den für jedes Kind vom Kurfürsten aufgestellten Holzhäusern noch steht, nicht besichtigen konnte. Im Jagschloss beeindruckte uns die Küche mit ihren blau-weißen und farbigen Kacheln, vor allem aber der Spiegelsaal mit seinen Stuckaturen, Schnitzereien und Spiegeln.

Zwei Stunden vergingen wie im Flug und mit einem Rucksack voller Eindrücke beladen, stiegen wir in unseren Bus, um das zweite Ziel anzusteuern, das Weisse Bräuhaus, wo Hedi und Hans Pless Tische für das Mittagessen reserviert hatten. Unsere Bedenken, dass wir hier lange warten müssen, wurden bald zerschlagen. Die Bedienung war flott und es dauerte nicht lange bis wir gestärkt und zufrieden das Lokal verlassen konnten. Bedauert haben wir bloß, dass die Blaskapelle ihr letztes Stück spielte, als wir die Gaststätte betraten.

Obwohl man nach dem Mittagmahl die Möglichkeit hatte, sich in dem Bus auszuruhn, nahm niemand dieses Angebot wahr. Die ganze Reisegesellschaft vertraute sich der Führung von Hans Pless an, der uns schon im Bus einiges über die Kulturstadt München erzählte, über die Bevölkerung, die Rathauspolitik und das Bier als Lebenselixier.

Zuerst kamen wir auf den Marienplatz, das Herz der Stadt, dessen Mittelpunkt die Mariensäule bildet - mit der Madonna als Himmelskönigin mit Szepter, Krone und segnendem Christkind. Den Ausführungen von Hans Pless über das Alte- und Neue Rathaus, über Glockenspiel und Münchner Kindl lauschte jeder mit Interesse. Fragen wurden gestellt und beantwortet. So mancher erinnerte sich an die Zeit, als er schon mal hier stand, z.B. als Fußballfan von Bayern München.

Von hier ging es zum Wahrzeichen Münchens, der Frauenkirche. Über die Entstehung, Bauzeit und Besonderheiten erfuhren wir so manches von Hans. Er erzählte uns auch die Sage, dass sich selbst der Teufel habe narren lassen und dachte, dass der Bauherr die Fenster vergessen habe. Als er aber seinen Irrtum bemerkte, habe er vor Wut aufgestampft und fahre heute noch als wütender Wind um die Frauenkirche. Beweis ist der „Teufelstritt“ unter der Empore.

Auf unserem weiteren Weg bewunderten wir das bunte Treiben auf den Straßen und lauschten den Ausführungen über Stachus, Viktualienmarkt, Heiliggeist-, Peters- und St. Michaelskirche, die wir auch noch kurz besichtigten. Hier beeindruckte uns vor allem der Hochaltar mit dem kämpfenden St. Michael als Altarbild.

Im Eiltempo ging es dann zum Bus und damit zu unserem letzten Ziel, der Wallfahrtskirche Maria-Ramersdorf. Unsere Vorsitzende hatte uns auch nicht zuviel versprochen. Maria-Ramersdorf ist eine schöne, kleine Kirche, ein Doppel-Wallfahrtsort. Man verehrt die Muttergottes und das Heilige Kreuz. Das Gnadenbild der Thronenden Himmelskönigin ist Mittelpunkt des Hochaltars. Mit der Kreuzreliquie, aufbewahrt in einer kostbaren Kreuzmonstranz, werden die Wallfahrer gesegnet.

Als wir in die Kirche traten, wurde schon der Rosenkranz gebetet. Um 16.00 fand eine Marienfeier statt. Diese Andacht, an der auch unsere Vorsitzende teilnehmen konnte, war eine Wohltat für unsere Seele. Nach der Andacht konnte sich jeder, der wollte, segnen lassen.

Nach einer kurzen Probe mit dem Pius Chor fand um 18.00 Uhr der Gottesdienst statt.

Der Gottesdienst, die Predigt, die musikalische Umrahmung, der Gesang – einfach alles war Balsam für unsere Seele.

So konnten wir zufrieden mit diesem herrlichen Tag unsere Heimreise antreten.

Herzlichen Dank den Organisatoren, Katharina Ortinau, Hedi und Hans Pless und Nikolaus Fuhry.

Anni Uitz